Martin Black: Hallo Eric, hallo Jens, mit Eurem Project X-Divide habt Ihr ja nun schon einige Live-Auftritte gehabt und Eure erste CD „X“ ist auch bald erhältlich. Zusätzlich seid Ihr auf fast jedem Festival zumindest als Gäste und Jens auf dem Blackfield sogar als Moderator dabei. Dabei hattet Ihr auch ausreichend Gelegenheit jede Menge Konzertfotografen in Aktion zu erleben und jede Menge Bilder von Euch selbst von Euren Live-Auftritten zu sehen.

DSC_6989-468

Werden an Euch bereits Fotoakkreditierungsanfragen gestellt und wie geht Ihr mit diesen um?

Jens: Bisher haben sich erst wenige Fotografen über uns um eine Akkreditierung bemüht. Aber bei diesen Anfragen haben wir das Fotografieren ermöglicht. Generell befürworten wir, wenn wir auf Live-Konzerten fotografiert werden und versuchen, auch die entsprechenden Anfragen bei unseren Gigs zu berücksichtigen.

Martin Black: Nehmt Ihr bei Euren Live-Auftritten die Fotografen im Bühnengraben wahr? Gibt es dort schon bekannte Gesichter? Posed Ihr für die Fotografen?

Eric: Während des Auftritts konzentriere ich mich sehr stark auf die Show und meinen Auftritt. Der Bühnengraben und die ersten Fanreihen nehme ich zwar wahr, aber Gelegenheit um einzelne Personen und Aktivitäten der Fotografen zu beobachten habe ich nicht. Der eigentliche Auftritt hat ganz klar Priorität. In den Abschnitten ohne Gesang versuche ich für die Fotografen ein gutes Motiv abzugeben.

Jens: Da ich meist auf dem hinteren Teil der Bühne stehe, kann ich fast nichts wahrnehmen was im oder hinter dem Graben passiert.

Martin Black: Wie wichtig sind für Euch die Bilder von Euren Live-Konzerten? Seid Ihr zufrieden?

Jens: Bilder von unseren Auftritten sind für uns sehr wichtig. Wir freuen uns, wenn wir von den Fotografen Bilder bekommen, die wir auf unserer MySpace-Seite verwenden dürfen. Dabei versehen wir die Bilder mit den Credits des Fotografen.
Eric: Bilder von Fans und professionellen Grabenfotografen unterscheiden sich natürlich stark in der Qualität. Aber oft gelingt es auch einem Fan mit seiner Handykamera den „Magic Moment“ des Konzertes einzufangen.

Martin Black: Gibt es andere Bands deren Bilder Euch wirklich gut gefallen?

Jens: Ja. Das sind oft die Headliner von den Konzerten. Deren Bilder haben oft bessere Lichtstimmungen, da das Headliner-Licht und die Lichteffekte meist besser sind als das Licht der Bands die davor spielen. Aber auch Bilder wie z.B. von IAMX finden wir sehr interessant. Die verwendeten Bühnenoutfits, Requisiten und Posen sind wirklich fotogen.

Martin Black: Wie viele Bilder pro Show pro Fotograf findet Ihr genug? Was haltet Ihr davon wenn die Fotografen Ihre Bilder bearbeiten?

Eric: Ich freue mich natürlich schon über ein sehr gutes Foto. Generell sind wohl maximal 10-20 Bilder völlig ausreichend um unsere Show zu dokumentieren. Viele der Bilder müssen ja nachträglich heller gemacht werden und die Kontraste verbessert werden. Das finde ich völlig OK.

Jens: Beautykosmetik finde ich bei Konzertfotografie völlig fehl am Platz. Lieber sollen die Künstler mit kleinen Mängeln abgebildet werden aber dafür völlig authentisch und natürlich wirken.

Martin Black: Jens und Eric, vielen Dank für dieses etwas untypische Interview. Ich freue mich schon wieder bei Euren nächsten Live-Shows im Graben zu stehen.