Einen Boxkampf zu fotografieren ist immer wieder eine besondere Herausforderung. Vergleicht man dies mit der Konzertfotografie kommt man auf viele Übereinstimmungen aber auch auf wichtige Unterschiede.

Übereinstimmungen
Schlechtes Licht
Wenig Platz zum agieren
Wenn der Moment vorbei ist, dann ist er vorbei

Besonderheiten
Noch schnellere Bewegungen als beim schnellsten Künstler (wirklich sehr schnell)
Nur sehr begrenzter Radius/Fläche den man überhaupt erfassen kann (Seile stören oder Boxer sind zu nah)
Schiedsrichter steht (gefühlt) immer genau zwischen Fotograf und Boxer
Boxer sind einem meist unbekannt. Bzw. man weiss nicht was als nächstes passiert
Boxer agieren in alle Richtungen gleich und nicht immer nur Richtung Fotografen.

Natürlich kann man sich auch durchmogeln und Situationen fotografieren die relativ einfach zu knipsen sind: Nummergirl, Boxer sitzt und bekommt Luft zugewedelt, Boxer sind in Lauerstellung, Einmarsch zur dramatischen Musik u.s.w. Aber letztendlich sind es doch die Kampfsituationen die man fotografieren sollte. Im Idealfall eine Faust in einem vor Schmerz verzerrten Gesicht. Dabei soll natürlich Blut und Schweiss spritzen. (wir erinnern uns da gerne an Klitschko Bilder)

Dummerwiese sind diese Bilder am schwierigsten zu machen. Aber mit guten Equipment, viel Konzentration und Geduld, kann man auch diese Situationen einfangen.
Hier ein paar Bilder von der Box-Gala in Weinheim.

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