Starrummel beim PRG LEA 2012: David Garrett,
Lena und Tim Bendzko danken ihren Helfern
Stargeiger David Garrett flog extra für den Kurzauftritt aus New York ein,
Gitarrenlegende John McLaughlin sorgte für die exklusive Prise Jazz und Eurovision
Song Contest-Gewinnerin Lena lächelte nach längerer Abstinenz von der Öffentlichkeit
wieder für die Kameras. Der zum zweiten Mal in der Festhalle Frankfurt zelebrierte Live
Entertainment Award (PRG LEA) beeindruckte am Dienstag mit einer prominenten
Gästeliste und viel Glamour auf dem roten Teppich und der Live-Bühne. Gleichzeitig
bildete die Auszeichnung – sie wird für herausragende Leistungen im deutschen
Konzert- und Showbusiness vergeben – den Auftakt für die Musikmesse und die EventTechnikschau „Prolight + Sound“ (noch bis zum 24. März in der Messe Frankfurt).
Die von ZDF-Moderator Ingo Nommsen („Volle Kanne“, „Hallo Deutschland“) locker und
launig präsentierte Awardgala bot ein „Who is who“ des deutschen BühnenEntertainments: Künstler wie Tim Bendzko („Nur noch kurz die Welt retten“), Silbermond
(ihr neues Album „Himmel auf“ erscheint in diesen Tagen), Smudo von den
Fantastischen Vier, Frida Gold („Wovon sollen wir träumen“), The BossHoss, Jupiter
Jones, Maite Kelly, Rainald Grebe und internationale Gäste wie John Miles („Music Was
My First Love“), Hardrock-Legende Suzi Quatro, Toto-Sänger Bobby Kimball oder
Everlast nutzten den Anlass, ihren Helfern und Machern hinter den Kulissen Dank zu
sagen und Trophäen zu überreichen. Die LEAs – stilisierte Konzerttickets aus massiver
Bronze – werden seit 2006 jährlich an Veranstalter, Künstlermanager, Konzertagenten
sowie an Hallen- und Clubbetreiber verliehen.
„Rock Symphonies“-Tour ausgezeichnet

In der Königsdisziplin, der „Hallen-/Arena-Tournee“, siegte der Berliner Veranstalter
DEAG Classics. Agenturchef Peter Schwenkow inszenierte 2011 erfolgreich die
Crossover-Konzerte von David Garrett auf dessen „Rock Symphonies“-Tour. Zum
„Festival des Jahres“ erklärte die aus bekannten Musikjournalisten zusammengesetzte
LEA-Jury das Taubertal-Festival in Rothenburg ob der Tauber, wobei die Juroren ihren
Fokus diesmal auf Veranstaltungen mit Künstlern vorwiegend aus dem IndependentBereich legten. „Show des Jahres“ wurde das Finale des Eurovision Song Contest im
Mai vergangenen Jahres in der Düsseldorfer ESPRIT-Arena, das insgesamt rund
80.000 Menschen in den Entscheidungsrunden live erleben konnten.

Lena Meyer-Landrut zeigte sich beglückt über die Preisverleihung
an ihre Kölner Managementfirma Brainpool TV und den produzierenden Sender NDR.
Die Auszeichnung für ein Lebenswerk wurde erstmals posthum verliehen. Deutschlands
erfolgreichster Impresario, Marek Lieberberg, hielt die Laudatio für den im Mai
vergangenen Jahres im Alter von 59 Jahren tödlich verunglückten Produzenten und
Veranstalter Michael Brenner. Der Gründer der Mannheimer Agentur BB Promotion
genoss internationales Ansehen als Urheber innovativer Showformate und Producer
erfolgreicher Musicals wie „A Chorus Line“, „Grease“, „Saturday Night Fever“ oder „We
Will Rock You“. An den Frankfurter Promoter Marek Lieberberg selbst, ging später im
Programm der LEA für den „Tourneeveranstalter des Jahres“.
Frankfurter Musikpreis für John McLaughlin
Im Rahmen der Festveranstaltung wurde zudem der renommierte Frankfurter
Musikpreis vergeben. Mit dem britischen Rock- und Jazzgitarristen John McLaughlin
würdigten Frankfurts Kulturdezernent Felix Semmelroth und der Präsident des
Bundesverbandes der Deutschen Musikinstrumenten-Hersteller, Gerhard A. Meinl,
einen Künstler, der „seit mehr als 40 Jahren genreübergreifend Generationen von
Musikern inspiriert und begeistert hat“. Die musikalische Kostprobe, die der 70-jährige
Ausnahmegitarrist mit seiner Band „4th Dimension“ nach Entgegennahme des Preises
gab, fand unter den knapp 1300 Gästen in der Festhalle langen dankbaren Applaus.
„Garantiert ohne Playback“ – eiserne Regel des PRG LEA – präsentierten sich die Stars
auf der Festhallen-Bühne, spektakulär in Szene gesetzt von einer fulminanten Licht- und
Videoinszenierung des LEA-Ausrüsters PRG: Da überraschte Jeanette Biedermann mit
der Premiere ihrer neuen Band EWIG, während Musikkabarettist Rainald Grebe für sein
satirisches Karriere-Lied „Ganz oben“ bejubelt wurde. Grebes Veranstalter und Manager
erhielten den Preis für das „Konzert des Jahres“, das der Liedermacher im Sommer
2011 in der Berliner Waldbühne gab.
Bevor er demnächst in Baku bei der Eurovision Song Contest-Entscheidung antritt,
probte Deutschlands Teilnehmer Roman Lob noch einmal unter Live-Bedingungen
seinen Wettbewerbssong „Standing Still“. Danach huldigten David Garrett und seine
Band mit Auftritten genauso den Machern im Veranstaltungszirkus wie die
Senkrechtstarter der deutschen Popszene des vergangenen Jahres, Tim Bendzko und
Frida Gold. Das Team um Bendzko mit Manager Konrad Sommermeyer (Guerilla
Entertainment), Veranstalter Peter Rieger, Musikverleger Mark Chung und Sony MusicManager Willy Ehmann konnte sich mit ihrem Jungstar über den LEA für die
„Nachwuchsförderung des Jahres“ freuen. Mit dem neuen Star der deutschen RapSzene, Casper, und dessen Berliner Konzertagenten Landstreicher-Booking, die für die
„Clubtournee des Jahres“ geehrt wurden, war ein weiterer Newcomer unter den
Gewinnern der Galanacht.

Bundesregierung dotiert Club-Award mit insgesamt 30.000 Euro
Frida Gold-Stimme Alina Süggeler, die unlängst als Jurorin die nationalen Vorrunden
des Eurovision Song Contest 2012 begleitete, präsentierte den „Club des Jahres“ und
zeichnete hierbei das Frankfurter Kulturzentrum „Batschkapp“ aus, seit 35 Jahren eine
bundesdeutsche Institution für Livemusik aller Genres. Der Preis wird mit 20.000 Euro
von der Initiative Musik dotiert, einer Einrichtung der Bundesregierung zur Förderung der
Musikwirtschaft und künstlerischer Projekte. Weitere Finanzspritzen von jeweils 5.000
Euro gingen an den Hamburger „Knust“ und den „Luna-Club“ in Kiel.
Das Blitzlichtgewitter der Fotografen am roten Teppich richtete sich auf die zahlreich
vertretene Prominenz, angeführt von den Scorpions, Metal-Rockerin Doro Pesch,
Thomas Godoj, der „Voice of Germany“-Zweitplatzierten Kim Sanders, Pe Werner,
Michael Robert Rhein (In Extremo) und den Musikproduzenten Moses Pelham und
Leslie Mandoki. Stark vertreten war auch die TV-Moderatorenriege mit Marco Schreyl
(DSDS), Guido Cantz („Verstehen Sie Spaß“), Barbara Hahlweg (ZDF), Birte Karalus
(VOX), Cécile Schortmann (3sat), Jörg Bombach (HR) und vielen anderen. Auch die
Schauspieler Heike Ulrich („Marienhof“), Katja Mitchell und Filmregisseur Adnan Günter
Köse („Homies! Greif nach den Sternen“) sowie Jazzpianist Michael Wollny
schlenderten über die Auslegware im Foyer der Festhalle.
PRG LEA von den Verbänden der Konzertwirtschaft organisiert
Veranstaltet wird der Deutsche Live Entertainment-Preis seit 2006 vom Trägerverein
LEA Committee e. V., dem der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft (bdv) als
Initiator des Preises, der Verband Deutscher Konzertdirektionen, die Musikmarkt
Verlags-GmbH mit dem Branchenmagazin „Musikmarkt“ und viele bedeutende
Unternehmen der deutschen Veranstaltungswirtschaft angehören. „Die immer noch
relativ junge Auszeichnung hat eine erstaunliche Eigendynamik entfaltet“, freute sich
Jens Michow, bdv-Präsident und Producer der Preisverleihung, auf der Festgala.
„Künstler drängen sich mittlerweile darum, beim PRG LEA aufzutreten. Auch
international hat der Preis einen beachtlichen Stellenwert gewonnen, was sowohl an der
prominent besetzten Gästeliste wie auch am Echo ausländischer Medien ablesbar ist.“
Der Award wird maßgeblich von Sponsoren aus veranstaltungsaffinen Bereichen
unterstützt. Hauptpartner sind der Eventtechnik-Ausstatter PRG (Production Resource
Group), der Ticketvertreiber Eventim, HARMAN Professional als Anbieter von
professioneller Audiotechnik, die Veltins-Arena in Gelsenkirchen sowie die Stadt
Frankfurt am Main und die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH.
Die Preisträger des PRG LEA 2012
In die Wertung in insgesamt 15 Kategorien nahm die LEA-Jury rund 450 begutachtete
Veranstaltungen. Neben Live-Produktionen bewerteten die Juroren Leistungen von
Promotern, Künstlermanagern, Booking-Agenturen und Spielstättenbetreibern.
Hier die Ergebnisse:
Hallen-/Arena-Tournee des Jahres:
David Garrett – „Rock Symphonies Tour 2011“ (Veranstalter: DEAG Classics, Berlin)
Show des Jahres:
Eurovision Song Contest (ESC) 2011, Esprit Arena Düsseldorf (Veranstalter und
Durchführung: Norddeutscher Rundfunk und BRAINPOOL TV, Köln)
Halle/Arena des Jahres
O2 World Hamburg (Betreiber: Anschutz Entertainment Group Arena Hamburg)
Künstlermanager / Künstleragent des Jahres
(ermittelt in einem Voting von 21 deutschen Tourneeveranstaltern):
Uwe Kanthak, Künstlermanagement Uwe Kanthak, Hamburg (Helene Fischer, Michelle,
Angelika Milster)
Club des Jahres / Club-Award der Initiative Musik:
Kulturzentrum „Batschkapp“, Frankfurt am Main
Tourneeveranstalter des Jahres:
Marek Lieberberg Konzertagentur, Frankfurt am Main (Rihanna, Mark Knopfler & Bob
Dylan, Coldplay, Herbert Grönemeyer u. a.)
Festival des Jahres (präsentiert von PRG):
Taubertal-Festival, Rothenburg ob der Tauber (Veranstalter: KARO Konzert-Agentur,
Rothenburg o. d. T.)
En Suite-Veranstaltung des Jahres:
Sister Act, Hamburg (Veranstalter: Stage Entertainment, Hamburg)
Club-Tournee des Jahres (präsentiert von Ströer Deutsche Städte Medien):
Casper, „Der Druck steigt“ (Veranstalter: Landstreicher Booking & Konzertagentur,
Berlin)
Kooperation des Jahres:
Shadowland, Pilobolus Dance Theatre (Semmel Concerts, Bayreuth und Berlin
Follow Me Entertainment, Köln)
Örtlicher Veranstalter des Jahres
(ermittelt in einem Voting von 21 deutschen Tourneeveranstaltern)
Prime Entertainment, Köln
Nachwuchsförderung des Jahres (präsentiert von der Veltins-Arena):
Tim Bendzko (Guerilla Entertainment Berlin, Peter Rieger Konzertagentur Köln,
Freibank Musikverlag Hamburg, Sony Music München)
Konzert des Jahres
Rainald Grebe und das Orchester der Versöhnung auf der Waldbühne Berlin (Semmel
Concerts, Bayreuth, Rita Baus Kulturproduktionen, Berlin und Agentur Alexia Agathos,
Köln)
Preis der Jury:
Green Music Initiative / Green Club Index
Lebenswerk:
Michael Brenner (posthum), BB Promotion, Mannheim

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Textquelle: LeaAward2012




















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