Linn Marie Schütze und Kira Lena Zerwer aus der Nordheide sind die UNICEF-JuniorBotschafter des Jahres 2012

Über 600 Kinder in der Frankfurter Paulskirche / Ishmael Beah und Ann Kathrin Linsenhoff ehren die Sieger / Bundesweit 150 Aktionen mit 40.000 Teilnehmern

Kira Lena und Linn Marie sind die UNICEF-JuniorBotschafterinnen 2012.
Linn Marie Schütze aus Buchholz in der Nordheide und Kira Lena Zerwer aus Rosengarten (beide 16) sind die UNICEF-JuniorBotschafterinnen 2012. Die beiden Freundinnen haben sich mit Projekttagen an ihrer Schule für die Kinderrechte stark gemacht. Bereits zum neunten Mal verleiht UNICEF den begehrten Kinderrechts-Preis bei einer großen Feier mit 600 Kindern in der Frankfurter Paulskirche. 59 einzelne Kinder oder Gruppen, 80 Schulen, 4 Chöre sowie 7 Vereine und Organisationen haben sich beworben. Insgesamt waren rund 40.000 Kinder und Jugendliche an JuniorBotschafter-Aktionen beteiligt – noch mehr als im Vorjahr. Sie befassten sich dabei unter anderem mit dem Recht auf Bildung, der UNICEF-Nothilfe in Ostafrika, Pakistan und Japan sowie der Unterstützung für Kinder im Krieg.

Eine Jury aus acht Kindern und acht Erwachsenen hat aus 150 Einsendungen die fünf Erstplatzierten des bundesweiten Wettbewerbs und die Sonderpreise „Kinderrechte in der Schule“ und „wir laufen für UNICEF“ bestimmt. Der Deutsche Chor-Verband kürte den Sonderpreis „Ganz Chor für UNICEF“. Rund 3.000 Kinder und Jugendliche beteiligten sich auf der UNICEF-Jugendseite www.younicef.de beim Online-Voting und wählten ihren Favoriten für den younicef-Preis. Moderiert wurde die Preisverleihung von KiKA-Moderator Ben. Laudatoren waren unter anderem die stellvertretende UNICEF-Vorsitzende Ann Kathrin Linsenhoff, der ehemalige Kindersoldat und Buchautor Ishmael Beah, die „Verbotene Liebe“-Darsteller Florian Wünsche und Nicole Mieth, KiKA-Moderator Felix sowie Vivien, Adrian und Liliane, die Kinder von Roncalli-Chef Bernhard Paul.
Ann Kathrin Linsenhoff: „JuniorBotschafter gestalten Zukunft. Sie setzen sich für die Rechte der am stärksten benachteiligten Kindert ein. Sie sind Vorbilder für Groß und Klein.“
Ishmael Beah: „UNICEF hat mir ein neues Leben geschenkt und ist immer da, wo Kinder am nötigsten Hilfe brauchen. Ich freue mich, dass so viele Kinder in Deutschland diese Arbeit unterstützen.“
UNICEF-Geschäftsführer Christian Schneider: „Juniorbotschafter machen Kinderrechte lebendig! Ihre Kreativität und ihre Begeisterung sind großartig und ansteckend für jeden.“

Am 30. Juni 1953 wurde das Deutsche Komitee für UNICEF e.V. mit Sitz in Köln gegründet. Schirmherrin ist immer die Frau des amtierenden Bundespräsidenten; aktuell ist dies Daniela Schadt, die Lebensgefährtin von Joachim Gauck.[2] Ehrenamtlicher Vorsitzender des Deutschen Komitees ist der Unternehmer Dr. Jürgen Heraeus; hauptamtliche Geschäftsführerin war bis 23. Juni 2010 Regine Stachelhaus.
Die frühere schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin Heide Simonis war ab 1. Januar 2006 Vorsitzende von UNICEF Deutschland. Am 2. Februar 2008 trat sie aufgrund von Unstimmigkeiten im Vorstand von dem Posten zurück. Über die Hintergründe des Rücktritts berichtete die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung am 9. März 2008.[3] Am 8. Februar 2008 trat auch der Geschäftsführer Dietrich Garlichs zurück, dem eine Verschwendung von Spendengeldern vorgeworfen wurde.[4] Das Ermittlungsverfahren gegen Garlichs wurde im Oktober 2008 von der Staatsanwaltschaft Köln eingestellt.[5]
Am 20. Februar 2008 gab das Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bekannt, dass es UNICEF Deutschland das DZI-Spendensiegel entzogen hat. Ausschlaggebend für die Aberkennung war, dass UNICEF Deutschland „bei den jährlichen Spenden-Siegel-Prüfungen seit 2005 wahrheitswidrig behauptet“ habe, keine Provisionen für die Vermittlung von Spenden zu bezahlen. Mit einer Provisionszahlung von 30.000 Euro ohne nachvollziehbare Gegenleistung habe „UNICEF Deutschland gegen den Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verstoßen“. „In Anbetracht der in den vergangenen Wochen zu Tage getretenen und entstandenen gravierenden Leitungs-, Aufsichts- und Managementmängel und des unzureichenden Auskunftsverhaltens bei UNICEF war für das DZI […] der Entzug des Spenden-Siegels unumgänglich“.[6][7] Anfang April 2008 trat der gesamte Vorstand von UNICEF Deutschland zurück, um einen Neuanfang nach der Affäre zu ermöglichen. Infolge der Affäre hatten rund 37.000 Dauerspender ihre Unterstützung gekündigt; die Spendeneinnahmen waren nach Angaben von UNICEF um 20 Prozent zurückgegangen. Am 10. April 2008 wurde ein neuer Vorstand gewählt, Vorsitzender von UNICEF Deutschland ist seit dem 11. April 2008 der Unternehmer Jürgen Heraeus.[8] Am 21. April 2008 wurde der frühere Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Innenministerium, Wolfgang Riotte, übergangsweise für fünf Monate zum neuen Geschäftsführer von Unicef Deutschland gewählt.[9]
Am 1. Januar 2009 übernahm Regine Stachelhaus, ehemals Geschäftsführerin von HP, die UNICEF-Deutschland-Geschäftsführung, die sie aber am 23. Juni 2010 wieder niederlegte, und in den Vorstand der E.ON AG wechselte.[10][11] Für das Untersuchungsjahr 2009 urteilte das DZI, nunmehr seien Werbung und Information von Unicef Deutschland „überwiegend eindeutig und sachlich“, der Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben sei mit 20 % bis 35 % „vertretbar“.[12] Am 4. November 2010 wurde daher UNICEF vom DZI das Spendensiegel mit sofortiger Wirkung wiedererteilt.[13]
Zurzeit ist Christian Schneider der Geschäftsführer von UNICEF Deutschland.[14]

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Die Preisträger:
Platz 1: Linn Marie Schütze aus Buchholz in der Nordheide und Kira Lena Zerwer aus Rosengarten im Landkreis Harburg (NI) gehen in die 10. Klasse des Friedrich-Ebert-Gymnasiums in Hamburg-Heimfeld. Die beiden Freundinnen wollten möglichst viele Menschen die Augen für das Recht auf Bildung öffnen und initiierten Projekttage für jüngere Schüler der fünften und sechsten Klassen. Höhepunkt war ein Tag der offenen Tür an der Schule. Im Mittelpunkt ihrer Aktion stand die Lebenssituation der Kinder in Afrika, die beim Recht auf Bildung besonders benachteiligt sind. Linn Marie und Kira Lena begeisterten ihre Mitschüler mit selbstgeschriebenen Songs und afrikanischen Tänzen.
Platz 2: Mitsprechen, mitmachen, mitbestimmen – das wollen die Schülerinnen und Schüler der Don- Bosco-Schule in Lippstadt (NRW). Unter dem Motto „All inclusive – Wir sind hier“ hat sich die Oberstufe der Förderschule des Kreises Soest mit den Rechten behinderter Kinder beschäftigt.
Platz 3: Viktoria Adam (16) aus Bersenbrück (NI), Franziska Schenk (17) aus Alfhausen (NI) und Tom Schomaker (16) aus Greven (NRW) gehören zum „Zirkus der Kulturen“. Anfang dieses Jahres organisierte das deutsch-russische Jugendleiter-Team ein Zeltlager in Mollseifen/Sauerland unter dem Motto „Kinderrechte für alle – eine Chance auch für Mutter Erde“.
Platz 4: Die Klasse 3a der Grundschule Atter in Osnabrück (NI) hat sich mit der Lebenssituation von Kindern in Malawi auseinandergesetzt. Höhepunkt ihres Projekts war die Aufführung des selbstgeschriebenen Theaterstücks „Komm rein und schau hinaus!“ am 16. Dezember 2011.
Platz 5: Die Geschwister Alicia (12) und Amelie Ackermann (8) sowie Angelina (11) und Rosalie Limberger (8) aus Donaueschingen (BW) sind „Die Elfenbande“. Im Dezember 2011 entzündeten sie bei einer Schulfeier „Ein Licht für Kinder im Krieg“.
Sonderpreis „Kinderrechte in der Schule“: An der Albert-Schweitzer-Schule im hessischen Langen werden die Kinderrechte großgeschrieben. Die Schülerinnen und Schüler lernen ihre Rechte und Pflichten kennen und engagieren sich für Kinder in Not.
Sonderpreis „wir laufen für UNICEF“: Die Gemeinschaftsgrundschule „Am Höfling“ in Aachen (NRW) setzt sich seit vielen Jahren für die Kinderrechte ein. Auf Initiative des Kinderparlaments der Schule zogen die Kinder beim Rosenmontagszug mit Plakaten durch die Stadt. Am 27. März 2012 folgte ein Sponsorenlauf, bei dem 3.000 Euro für die UNICEF-Nothilfe in Ostafrika zusammenkamen.
Sonderpreis: „Ganz Chor für UNICEF“: Der Kinderchor „Känguruh“ gehört zum Kinder- und Jugendchor Abbesbüttel bei Braunschweig (NI). Die Sechs- bis Zwölfjährigen organisierten ein musikalisches Frühstück mit 60 geladenen Gästen aus Politik, Gesellschaft und Medien. Außerdem schrieben sie ein eigenes Lied über die Kinderrechte und drehten einen Film darüber.
Sieger des Online-Votings (younicef-Preis): Anne Hilden (12) aus Langerwehe (NRW) bastelte und verkaufte duftende Lavendelsäckchen, um Kindern in Afrika zu ihrem Recht auf sauberes Trinkwasser zu verhelfen. Im Radio und bei Vorträgen warb sie um Unterstützung.
Der Wettbewerb:
Der UNICEF-JuniorBotschafter-Wettbewerb wird unterstützt von dem Verein „Macht Kinder stark für Demokratie!“ sowie von KiKA und GEOlino. Teilnehmen können Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Bewertet werden von der Jury die Gründlichkeit in der Beschäftigung mit einem Thema, der Grad der Eigenaktivität sowie die Originalität und Nachhaltigkeit der Aktion. Neben der Auszeichnung gibt es tolle Preise zu gewinnen, die von UNICEF-Partnern zur Verfügung gestellt wurden: eine Reise nach Berlin, Eintrittskarten für ein Tim Bendzko-Konzert, ein Besuch bei den Berliner Philharmonikern und beim berühmten Reitturnier CHIO in Aachen, im Serengeti-Park in Hodenhagen und im Zirkus Roncalli einen Setbesuch bei „Verbotene Liebe“, beim Musical „Vom Geist der Weihnacht“ in Essen sowie einen Workshop mit KiKA-Moderator Felix und ein Redaktionsbesuch bei GEOlino, ein Jahresabo und die Teilnahme am GEOlino-Camp.
Mehr Infos unter www.younicef.de
Rückfragen bitte an die UNICEF-Pressestelle, Andrea Floß, Telefon 0221/ 93650-315 oder -298; E-mail: presse(at)unicef.de.