Ute-Henriette Ohoven wuchs mit sechs Geschwistern auf, legte die mittlere Reife ab und absolvierte danach eine Schneiderlehre im elterlichen Textilbetrieb in Spaichingen.[2] Ohoven war in erster Ehe mit dem Industriellen Bernd Carlo Jerger verheiratet und bekam von ihm zwei Kinder, den Sohn Markus Jerger (* 1964), Unternehmer, und die Tochter Claudia Jerger.[3][4] Ute-Henriette Ohoven ist in zweiter Ehe[5] mit dem Bankkaufmann Mario Ohoven verheiratet und hat mit ihm zwei Kinder, Michael[6] (* 1974) und Chiara (* 1985). Bekannt wurde sie durch die Veranstaltung von aufwendigen Spendengalas zu Gunsten der UNESCO-Kinderhilfe,[7] bei denen sie rund 20 Millionen Euro gesammelt haben soll.[8] Das brachte ihr die Beinamen „Mutter Teresa in Chanel“ oder „Charity-Queen“ ein.[9]

Außerdem ist sie in mehreren karitativen Organisationen tätig. So war sie aktiv an der Einrichtung des ersten Knochenmarkspender-Registers in Deutschland beteiligt. Daraufhin ernannte die UNESCO sie im Jahr 1992 zur „Botschafterin des Guten Willens“. Kurz darauf wurde sie 1994 zur bis dahin einzigen Sonderbotschafterin der UNESCO ernannt und ist seitdem für das Projekt „UNESCO – Bildung für Kinder in Not“ verantwortlich.[8] Dieses leistet in über 80 Ländern durch Schul- und Berufsausbildung Hilfe zur Selbsthilfe für Kinder und Jugendliche in Kriegs- und Krisenregionen. Für dieses Engagement wurde sie 2005 vom Verein Kinderlachen mit dem Kind-Award ausgezeichnet.
Am 3. Juni 2002 wurde Ohoven zur Präsidentin der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung gewählt.[10] In dieser Funktion trat sie die Nachfolge von Hannelore Kohl an. Im Juli 2009 kündigte Helmut Kohl an, alle Ämter in der Stiftung niederzulegen und begründete seinen Rückzug mit einer „unfreundlichen Übernahme“ der Stiftung durch Personen, die in keiner Beziehung zu seiner verstorbenen Frau standen. Laut Medienberichten zielte dies auf Präsidentin Ohoven.[11][12][13]
Ute-Henriette Ohoven ist Honorargeneralkonsulin der Republik Senegal für den Konsularbezirk Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.[14] Ihr Vater Manfred Johannes Ulmer,[15] Textilfabrikant und Luftwaffenoberst der Reserve und Ehrensenator der Universität Konstanz, war bereits Konsul der Republik Senegal und ihre Mutter Judith Margarethe Ulmer bis 10. Mai 1995 Honorargeneralkonsulin der Republik Senegal in Stuttgart.[16]
Für ihr weltweites Engagement hat ihr die „Pontificia Universidade Catolica de Minas Gerais“ in Brasilien im September 2002 die Ehrendoktorwürde verliehen.

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